Mozilla Thimble

Mozilla haben wir Firefox zu verdanken, der zwar in letzter Zeit bei mir mit enormen Schwierigkeiten zu kämpfen hat, aber wegen seiner großartigen Erweiterungen noch immer mein Standardbrowser ist. Nun hat sich Mozilla auch noch vorgenommen, Webkenntnisse zu verbreiten. So sollen reine Konsumenten von Webinhalten zu deren kreativen Produzenten werden. Webmaker nennt sich das Projekt. Dabei sollen diesen Sommer vor allem Veranstaltungen stattfinden, bei denen Neulinge zusammen mit Fortgeschrittenen eigene Ideen realisieren. Denn so schwer ist es wirklich nicht, bei HTML, CSS und JavaScript durchzusteigen. Besonders dann, wenn man Hilfe hat.

Im Rahmen von Webmaker stellt Mozilla einige neue Tools zur Verfügung. Das aus meiner Sicht interessanteste ist Thimble, ein kleiner, zweigeteilter Editor für HTML und CSS. Der Clou bei der Sache ist, dass auf einer Seite der Editor für den Code steht und auf der anderen eine WYSIWYG-Ansicht. Alle Änderungen am Code lassen sich so quasi live begutachten. Dieses Konzept erinnert stark an die Erweiterung Firebug. Thimble ist ähnlich leicht zu handhaben, damit lädt es zu Experimenten ein.

Thimble ist aber kein Tutorial. Nur ein webgestützter Editor, der von der Community mit interessanten Projekten gespeist wird. Es braucht also schon noch Material, das einem die Prinzipien von HTML und den anderen Techniken beibringt (Wie wäre es hiermit? Oder einfach der Klassiker?). Auf die Dauer kann Thimble so nicht mit handfesten Editoren mithalten. Soll es, denke ich, aber auch nicht. Es geht mehr darum, die Hemmschwelle auf ein Minimum zu senken. Und das geht am besten, wenn man einfach loslegen kann und sofort sieht, was man da angestellt hat. Also einfach mal machen.