Linkgebliebenes 23

Fangen wir doch mal mit dem intuitiven Argument gegen den Verzehr von Tieren an. Es ist ganz einfach.

Dann habe ich noch zwei Texte, die zusammen noch einmal viel schrecklicher wirken, als alleine schon. Vertrauen in die Staatsgewalt entsteht so nicht.

    Die Befreiung vom Verlagswesen kommt.nicht ohne Kosten.

      Gut, dass Verlage ihren mittelnden Job als Kuratoren wahrnehmen. Dan Brown schreibt Höhenkamm.

        Finnland, wo Neugeborene in Kartons aufwachsen. Und gerade deshalb mehr Chancen haben.

          Mal wieder Gamer-Sexismus und Trollverhalten in Spielen:

            Ja, ich glaube an eine heuchlerische Verbrüderung von Christen als Parteikadern, die von Trennung von Staat und Religion nichts verstehen. So schlimm ist es aber schon?

              Einiges zur Technikkritik und populärer Wissenschaftstheorie.

                Der Abgrund starrt zurück.

                  Ich lese immer wieder gerne, wie leicht es ist, Wörterbuchattacken zu fahren.

                    Oft gesagt, wird aber nicht alt. Germany’s Next Top Model ist bestialisch.

                      Ich behalte Adblock trotzdem.

                        The Red Wedding. Schockierendes Fernsehen, aber drum hervorragend.

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                          Der Wortvogel hat sich Gedanken zur Restrukturierung in der deutschen Fernsehlandschaft gemacht: Fernsehen of the Future

                          Es gibt auch immer wieder gern die bipolare Darstellung der Tierrechtsproblematik in der Grundlagenforschung, die zugleich mit plumper emotionaler Erpressung arbeitet, sich diese von der Gegenseite aber verbittet: Urteil zu Tierversuchen an Affen in Bremen

                          Was passiert eigentlich, wenn man ein Blog auf einem Raspberry Pi hostet und dann um Traffic bittet? Ein Feldversuch: PiPress

                          Mir gehen zwar die Haare aus, noch bevor sie Gelegenheit haben, in Würde zu ergrauen, aber natürlich trifft es auch auf mich zu, was hier geschrieben wurde – es geht nicht um Speicherstände: Games Don’t Need Saving

                          Wie kleine Kinder gegen Geschlechterrollen vorgehen sollten: Gender-Hausaufgabe

                          Was ich habe, ist das hier

                          Fleisch soll an die Knochen kommen. Und es dürfte dann ordentlich was dran sein an diesem Gerippe, wenn ich damit fertig bin. Dabei will ich es doch nur bei Schlagworten belassen. Dabei wird allein die Masse der zu klärenden Fragen dafür sorgen, dass es ein langer Artikel wird. Zu lang? Was heißt das schon? Der Tierethik (vorerst) letzter großer Auftritt wird also sehr weit ausholen; sie wird sich nicht kampflos ihrem Schicksal ergeben. Weiterlesen

                          Was ich brauche, ist ein Plan

                          Am Freitag ist das Finale – nicht das große, aber endlich ein letzter Schritt. Ich muss mal schauen, was ich da noch reißen kann. Mir geht ein wenig die Puste aus, mir ist letztlich alles egal, es kann eigentlich nichts mehr schiefgehen. So will ich es dann hinter mich bringen. Einen Deckel drauf und ab dafür. Na ja, da es aber auch um Tierethik gehen kann, will ich doch noch meine Vorbereitungen etwas ordnen. Exzerpiert habe ich ja schon massenweise Texte von Carruthers, Regan und Singer. Jetzt muss ich noch einmal einen systematischen Versuch unternehmen, wie ich das aufziehen will. Hier mal meine Gedanken dazu. Bis Donnerstag will ich dieses Gerüst dann auch mit inhaltlichen Antworten aus den Positionen der drei Philosophen füllen. Ich denke, Fragen sind doch ein schöner Weg, ein solches Konzept lebendiger zu gestalten. Also los. Weiterlesen

                          Singer: Tierversuche

                          Mein Plan ist ja nun geändert, seitdem ich weiß, dass ich Tierethik für das Studium verwenden kann. Der Fokus richtet sich ja jetzt mehr auf Singer, Regan und Carruthers. Deshalb folge ich dem Büchlein ‚Texte zur Tierethik‘ nicht mehr dem ursprunglichen Verlauf. Stattdessen springe ich die Abteilung des Büchleins, den ich mir eigentlich ersparen wollte. Der Titel des zweiten großen Abschnittes in diesem Buch heißt ‚Tiere in der Wissenschaft‘. Im Gegensatz zu dem vorangegangenen Abschnitt, in dem es mehr um theoretische Grundlagen und Diskurse zur Tierethik geht, wird hier ein Feld der praktischen Anwendung betrachtet. Für mich ist das aus dem Grund interessant, dass Singer natürlich auch zu Tierversuchen Stellung bezogen hat. Weiterlesen

                          Linkliste (überwiegend) Tierethik

                          Hier mal ein kurzer Überblick, was mir alles so über den Weg gelaufen ist, während ich mich weiter mit dem Thema beschäftigte:

                          • Peter Carruthers: The Animals Issue. Moral Theory in Practice. Da stolpere ich so mir nichts dir nichts durch das Netz auf Literatursuche. Ich hatte es nicht im Netz erwartet, also vor Ort in der Bibliothek gesucht, toll die haben es nicht. Dann plante ich schon eine Fahrt nach Frankfurt ein, da es immerhin noch dort im Bibliothekszentrum steht. Und dann der obige Link. Die Seite scheint legit zu sein. Und es ist auch das ganze Buch, nicht nur die zwei Drittel der Kapitel wie bei Google Books, wo vor allem das interessanteste fehlt. Alles akkurat in HTML, damit kann man doch was anfangen. Als Bonus gibt Carruthers sogar noch zwei Artikel obendrauf, die sein achtes Kapitel ersetzen sollen. Prächtig.
                          • Udo Vetter: „Tierliebhaber“ dürfen keinen Verein gründen. Der Titel deutet schon an, in welche Richtung es geht: Sodomie. Und das hier! Jetzt mal im Ernst, die Diskussion zum Artikel ist voller Steilvorlagen und Nebelkerzen. Und es kann derbe werden. Aber, sofern die Zeit da ist, warum nicht? Am schönsten fand ich diesen Kommentar von Kinch, weil dort immerhin eine Seite der Debatte genannt wird, die bei den Philosophen gar nicht angesprochen wird. Wie steht es eigentlich um die Zoophilie, ist es nun Gewalt an Tieren oder nicht? Ist es nicht eigentlich liebevoll? Es schadet den Tieren doch nicht?:

                          Die Aussagen des Gerichts sind objektiv völlig falsch. Wer der Meinung ist, dass Sexualkontakte zu Tieren verboten gehört, der soll eine entsprechende Gesetzesänderung anregen. Es aber gut zu finden, dass Gerichte hier willkürlich entscheiden, kann ich nicht nachvollziehen.

                          Zur Thematik an sich muss ich sagen, dass ich, auch wenn ich zoophilie nicht nachvollziehen kann, eine Gesellschaft eher als abartig einstuft, die es akzeptiert, dass zum Spaß oder aus Geiz Tiere gequält und getötet werden, aber bei Handlungen, die dem Tier nicht schaden und dem Menschen Freude machen, plötzlich eine Grenze überschritten sieht.

                          • Peter Singer: Should We Ban Cigarettes?. So, jetzt reicht’s mir mit diesem Singer, will der mir jetzt alles madig machen, was ich in meinem Leben unter Genuss verstehe? Hackbraten ist lecker, basta! Kippe danach auch! Denkt der Mann vielleicht auch mal an mich?

                          Feste druff – Das Zitat des Tages

                          Das Zitat, das mir heute ein Lächeln auf’s Gesicht zauberte, stammt von Tom Regan. Wie soll es auch anders sein? Ich habe mich diese Woche ja fast ausschließlich mit dessen Texten befasst. Das Zitat hat dabei nicht wirklich viel mit den in ‚Defending Animal Rights‘ behandelten Themen zu tun. Es taucht auf an der Stelle, wo Regan sich mit den möglichen Rechtfertigungen von Laborexperimenten an Tieren befasst. Sein Augenmerk ist klar darauf gerichtet, zu widerlegen, dass mögliche überragende Vorteile, die aus solchen Experimenten entstehen könnten, als (alleinige) Rechtfertigung der Tests herhalten könnten. Regan macht auch keinen Hehl aus der Tatsache, dass es sich um einen Einschub handelt, der nicht nötig wäre. Anscheinend konnte er sich die folgende Spitze nicht verkneifen. Weiterlesen

                          Regan: Defending Animal Rights

                          Tom Regan
                          Tom Regan

                          Für die Zugfahrt zur Arbeit hatte ich mir ordentlich was vorgenommen. Regans ‚Defending Animal Rights‚ ist eigentlich nur eine Essay-Sammlung, die aber nach den ersten sechzig Seiten dankenswerterweise doch gut aufeinander abgestimmt sind. Ich will gar nicht in die Details gehen. Aber es wird doch spannend, da Regan eine klare Stellung einnimmt.

                          Er unterscheidet drei Positionen, wie man zum Tierrecht stehen kann: Abolitionisten, Reformer und Befürworter des status quo. Er rechnet sich zu den Abolitionisten, einem Terminus, der im Deutschen nicht ganz so geläufig ist. In den USA hingegen ist er von Bedeutung, da die Sklavenbefreiung unter diesem Begriff eingefordert wurde. Die Konnotation in Regans Ansatz zu den Tierrechten ist alles andere als zufällig. Weiterlesen

                          Peter Carruthers: Kontraktualismus und Tiere – Teil 2

                          Es musste ja mal geschehen, dass ich das kleine Büchlein vergesse. Deshalb sitze ich auf dem Trockenen und muss von dem Leben, was ich schon exzerpiert habe. Carruthers kommt dann in den Genuss einer dreiteiligen Zusammenfassung. Im ersten Teil hatte ich ja an der Stelle aufgehört, an der Carruthers Kritik an Regan übt und sich dann mit möglichen Formen kontraktualistischer Erfassung von Pflichten gegenüber Tieren befassen will. Weiterlesen