Pocket Lists: To-Do-App kostenlos

Gerade gesehen, die doch recht beliebte To-Do-App Pocket Lists liegt kostenlos im App Store. Das kann ja mal angeguckt werden.

Die ersten Schritte in der App zeigen, dass alles vorhanden ist: Hierarchische Aufgabenverwaltung, Synchronisierung, Aufgabenaustausch mit Anderen, Termine und Erinnerungen. Dennoch passt die App nicht gut in mein persönliches Konzept und sieht, auch wenn es im Zweifel nicht wirklich relevant sein sollte, nach sehr alter UI aus.

any.DO nun endlich für iPhone und mit Webapp

any.DO-App-Logo

Um dem Vorwurf aus der Hauptstadt – ja, der angesprochene Genosse weiß schon, dass er gemeint ist – vorzubeugen: Ich habe die Neuerungen bei any.do mitgekriegt. Nimm das, Berliner Hipstertum, auch in der südlichen Provinz spricht sich so was rum. Aber genug davon, mehr zu den lang ersehnten iPhone- und Webablegern dieser To-Do-App. Nachdem im November des vergangenen Jahres die Android-App startete, mussten meine Wenigkeit und die sonst so verwöhnten und oftmals privilegierten iOS-Anwender in der Warteschlange verharren (Mein Hipster-Radar schlägt immerhin auch bei eigenen Anflügen von Snobismus aus.)

Kaum war die Nachricht eingetroffen, war die App auch schon installiert. Der erste Eindruck war überragend. Beim Design gilt die Maxime ‚Weniger ist mehr‘, so kommt die App mit einer durchdacht simplen Gestaltung daher. Ebenso hat sich das Team auch stark auf eine intuitive Bedienung konzentriert. Von der chronologischen Darstellung der angelegten Aufgaben aus, lässt sich leicht jede Einstellung mit maximal drei Berührungen einstellen. So viel Liebe zum Detail lässt die Konkurrenz doch manchmal vermissen. Im Landscape-Modus wird die App sinnvoll zweigeteilt und damit auch gleich noch spannender. Da haben erfahrene Designer mit Sicherheit lange Zeit dran gefeilt.

Bild 1: any.DO auf dem iPhone in Schwarz und im Landscape-Modus

Die Funktionen sind ansonsten von allen verwandten To-Do-Apps bekannte Standards. Die einzelnen Aufgaben können natürlich mit Datum und Erinnerung versehen werden. Ebenso zu jeder Aufgabe Notizen und damit auch Unteraufgaben anlegen. Die Aufgaben selbst werden in der Regel in chronologischer Reihenfolge in der Hauptansicht dargestellt, können jedoch noch zusätzlich priorisiert und in Ordner abgelegt werden. Hinzu kommen dann noch Spielereien wie das Teilen von Aufgaben mit Freunden sowie die (englische) Spracherkennung für neue Aufgaben. Wer’s braucht, immerhin stören diese Features keineswegs.

Bild 2: any.DO in weißer Oberfläche

Wartet jetzt jemand noch auf das ein ‚Ja, aber‘? Hier ist es: Ein Grund hält mich derzeit noch davon ab, auf any.DO umzusteigen. Die Aufgaben lassen sich nicht wiederholen, allerhöchstens manuell mehrfach anlegen. Das ist nicht in meinem Sinne. Deshalb habe ich mir die Webanwendung auch noch nicht angetan. Das Team von any.DO weiß auch genau, wie sehr dieses Feature vermisst wird – gerade auch deshalb, weil die Android-App anscheinend über Aufgabenwiederholung verfügt. Solange also in diesem Punkt nich nachgebessert wird, kann ich die App auch nicht einsetzen. Doch sobald dies der Fall ist, wird mich wohl kaum etwas davon abhalten können.

Bildquellen: Logo und Bild 2 von any.DO.

Orchestra – To-do-Listen

Der Entschluss ist gefasst, jahrelang war ich rememberthemilk treu. Es war einfach, übersichtlich und hatte einen enormen Nutzen für mich. Diese Zeit änderte sich jedoch mit meinem neuen Smartphone. So gut rememberthemilk auch ist, die App hat für mich keinerlei praktischen Nutzen, wenn ich nur ein Mal in vierundzwanzig Stunden die Daten vom Telefon mit den Servern synchronisieren kann – oder eben monatlich zahle. Meine Bereitschaft dazu hielt sich in Grenzen.

Eine Alternative musste her. Mit astrid bin ich lange Zeit gut gefahren. Störende Fehler und einige Tücken des Interfaces schob ich auf die Umgewöhnung. Unterm Strich habe ich den Umstieg nicht bereut. Ich brauche meine To-do-Listen, um meine tägliche Arbeit zu bewältigen. Astrid beschränkte mich nicht in der Aktualität meiner Daten, sodass es für mich die richtige Entscheidung war.

Nun aber nutzte ich es schon mehrere Monate und fühle mich noch immer nicht ganz wohl dabei, da kommt jetzt die Konkurrenz. Orchestra hatte ich schon auf dem Schirm, jedoch bot es damals noch nicht an, Aufgaben zu wiederholen. Das stoppte für mich jede weitere Überlegung. Mittlerweile hat orchestra nachgebessert und könnte astrid vom Thron stoßen.

Die mobile App und auch die Webanwendung sind bei beiden vergleichbar aufgebaut, ich muss mich also nicht schon wieder umgewöhnen. Im Detail ist orchestra derzeit bei mir vorne. Es verspricht nicht mehr als astrid, es macht es nur besser. Astrid häufte viele kleine Ärgernisse an. Es gab immer wieder Probleme mit Uhrzeiteneinstellungen. Nachjustieren half nicht, mal war ein Termin eigenmächtig um eine Stunde vorverlegt worden, mal – noch schlimmer – eine Stunde nach hinten gesetzt. Dadurch war nicht nur die Zuverlässigkeit flöten, auch die Erinnerungen selbst wurden lästig. Außerdem störte mich noch die Gestaltung der Webapp, die regelmäßig Hänger hatte. Wenn es mal lief, war die Verwaltung der Aufgaben aber weder in der mobilen noch in in der Webanwendung einfach gestaltet.

Diesen Fehler macht zwar auch orchestra, unterm Strich ist es aber aufgeräumter und besonders zuverlässiger. Diese beiden Punkte machen meinen dauerhaften Umstieg sehr wahrscheinlich.