SATA wird alles besser

Alles fing mit der eindeutig zu alten Festplatte in meinem Rechner an. Viele Neuerungen hat das treue Gehäuse schon gesehen, die Platte blieb doch in ihm verwachsen. Acht Jahre alt ist die Platte, IDE und 80 GB groß, beherbergte sie zwei Betriebssysteme – der Rest lief nur unter reichlicher Zuhilfenahme externer Platten. Im Nachhinein war es ein lächerliches Jonglieren von Daten, das ich etabliert hatte. An was man sich alles gewöhnt, wenn man unmerklich hineinwächst.

Mit dem Tag, an dem die Flut kam und nach ihr die steigenden Preise, machte sich der Lesekopf bemerkbar. Er surrte sanft, stotterte trotzig, quietschte laut, ganz so wie im danach war. Anfangs hatte es noch einen gewissen Reiz, die LED für die Rechnerlast war ausgefallen, da kam es gerade recht, wenn immerhin die Platte einen deutlichen Indikator der Belastung darstellte. Vielleicht redete ich es mir auch nur schön, in der Hoffnung, die Platte würde noch tun, bis die Preise wieder auf bezahlbares Niveau gesunken waren.

So ging es noch einige Monate gut. Am Montag war Schluss, es musste was Neues her. Mittlerweile auch halbwegs erschwinglich, ein Blick auf das Preisniveau im Sommer des letzten Jahres wage ich trotz allem nicht. Wenn ich geahnt hätte, was ich mir mit dem Plattentausch eingehandelt hatte, wäre die altgediente Platte wohl heute noch die primäre im Gehäuse. Ich veranschlagte etwa eine Stunde, um alles abzuschließen. Einbau, Platte klonen und fertig.

Nichts da, das Klonen lief prächtig, Clonezilla sei Dank. Doch der Klon zickte unter GParted und anderen Programmen mächtig herum, da ich mir bei dem ganzen Dual-Boot-Getue auf verschiedenen Partitionen derselben Platte ein stattlich verzweigtes Gehege zusammenpartitioniert hatte. Hier eine primäre Partition, mehrere logische, noch ein primäre und so weiter. Schlussendlich war es ein Akt, alles zurechtzubiegen, dass es in der Theorie ordentlich aussah. Es war nicht einfach, den neuen Platz des nun verfügbaren Terabytes zu verteilen, zumal besonders die Win-7-Partition mit 4 GB aus dem letzten Loch pfiff. Und wenn es dann aber doch mal gut aussah, fand entweder GRUB oder der Windows-Bootloader sich doch nicht zurecht.

Da war dann schon der Montag flöten. Die Lösung war doch radikaler, notwendig, aber hart. Viel zu spät entdeckte ich, dass ich nur die 32-bit-Windows-Variante installiert hatte. Dreck, also alles neu. Hilft ja nichts. Daten sichern, Einstellungen kopieren und dann war da ja noch Ubuntu drauf. Egal, das wurde abgeschossen. Erst heute Nachmittag war alles wieder so, wie ich es haben will. Obwohl, die Updates sind noch nicht fertig.

Am Montag dann vielleicht wieder ein Linux. Aber auf die alte Platte. Die tut noch. Mal sehen, wie lange noch. Für die Zukunft merke ich mir: Mehr Ordnung auf den Platten. Spart Zeit.

Bild: Smial unter CC-BY-SA-Lizenz

Linkgebliebenes 2

Die Katze hat mein Manuskript für den zweiten Teil von Ayn Rand Preaching gefressen, dann musste ich noch Kinder aus einem brennenden Haus retten, also folgt die Fortsetzung erst in ein paar Tagen. So ist es halt. Stattdessen gibt es Linkgebliebenes, heute einer Ausstellung zur Geschichte und Kunst des Videospiels, den Fratzen für die vier großen Buchstaben, einer feinen Leseliste zum Datenjournalismus, dem größten Anchorman der Fernsehgeschichte, Nutzungsverhalten in Ubuntu sowie ein wenig Heuchelei im Umgang mit ehemaligen Arbeiterinnen des horizontalen Gewerbes. Weiterlesen

Von *nix kommt *nix: Adieu, Ubuntu Software Center

Ich bin erst spät auf den Zug in Richtung *nix aufgesprungen, er hatte schon volle Fahrt aufgenommen. Von Beginn an war das Ubuntu Software Center eine der Anlaufstellen, an die ich mich schnell gewöhnt hatte. Es war die einfachste und übersichtlichste Art, Software auf meinen Systemen zu installieren. Mir war das Prinzip damals ein wenig seltsam vorgekommen, über zentrale Repositorien Software zu installieren, doch unterm Strich war es einfach und zuverlässig. Heute würde man es einen App-Store nennen, allein mit dieser Bezeichnung hätte es anders auf mich gewirkt, doch das ist eine andere Geschichte. Mir geht es heute um meine Entscheidung, vom Software Center Abschied zu nehmen. Weiterlesen

*nix is: Doch Lubuntu?

Bin ja eigentlich zufrieden bisher mit Xubuntu, doch eventuell ist Lubuntu die bessere Variante. Da Lubuntu mittlerweile auch offiziell in den Kanon (kleiner Scherz am Rande) der Ubuntu-Varianten aufgenommen wurde, ist es doch auch kein großes Ding. Es war auch auf meinem Schirm, nur wollte ich es mir auf dem Netbook einfach machen, weshalb ich auf allen Firlefanz verzichten wollte und nahm, was Wubi hergab. Weiterlesen

Netzsplitter: Xubuntu

Schon viele Programme fanden hier Erwähnung, eine Software habe ich doch als zu selbstverständlich aufgefasst. Eine Unterschlagung, die Ubuntu nicht verdient hat. Diese Linux-Distribution ist seit einem knappen Jahr zum Betriebssystem meiner Wahl geworden. Und ich bereue nichts. Die Reißleine innerhalb meines Dual-Boot-Systems bleibt aber vorerst erhalten.

Auch die Umstellung der Desktopumgebung von Gnome 2 auf Unity hat mir bisher nichts anhaben können, obwohl es eine Umstellung ist, an die ich mich noch nicht ganz gewöhnt habe. Vieles ist übersichtlicher geworden, dabei manches Mal auch bis an die Grenze der Übertreibung. Auf Unity allein will ich es nicht schieben, ebenso wie alle anderen Umgebungen bieten sich auch hier Optionen, die Oberfläche an eigene Bedürfnisse anzupassen, tweaken oder erweitern. Dass ich dafür keine Zeit aufgewandt habe, liegt allein bei mir.

Ein Wermutstropfen ist nun aber, dass in den neuesten Versionen Unity einzige Desktopumgebung ist und die bisher angebotene Ausweichmöglichkeit auf die althergebrachte Darstellung nicht mehr verfügbar ist. Da fällt dann schon ins Gewicht, dass Unity ältere Rechner deutlich stärker beansprucht.

Dieses Problem stellte sich gestern, als ich einen neuen Rechner einrichtete, der nicht mit den Ansprüchen Unitys mithalten kann. Was nun? So kam ich darauf, mal die alternativen Varianten von Ubuntu in Augenschein zu nehmen, die auf andere Desktopumgebungen zurückgreifen. Xubuntu wurde es dann. Und ich habe den Eindruck, es war die richtige Wahl für diesen Rechner. Das eingesetzte Xfce erfordert keine große Umstellung zu Gnome und schnurrt auch bei der geringen Leistung, die der Prozessor und RAM hergeben, ordentlich genug.