Serien-Bildungslücken: Buffy

Ich werde nicht mehr um die Serie herumkommen. Auch wenn ich mich erfolgreich widersetzt habe, Buffy ist dann doch zu groß, um die Serie nur in Ausschnitten gesehen zu haben. Allerdings kann ich nach zwei Folgen schon sagen, dass ich zumindest in der ersten Staffel für mein langes Warten bestraft wurde.

Die erste Strafe für mich ist die ganz und gar altbackene Inszenierung der Serie. 1997 ist gar nicht so lange her, doch die Serie wirkt optisch auf mich nach einer größeren Zeitreise, die mehr als etwas über fünfzehn Jahre in die Vergangenheit geht. Ich will nicht voreilig sein, denn ich habe bislang nur die einleitende Doppelfolge aktuell gesehen und einige Erinnerungen an einige spätere Folgen. Buffy hat aber eindeutig ein sehr langsames Erzähltempo, das mich sehr hart getroffen hat. Auch knirscht es an allen Ecken und Enden hölzern, die Regie hat bei Fernsehserien in den letzten Jahren eine Qualität gewonnen, die nicht mit den Neunzigern zu vergleichen ist. Um es mit Buffy zu sagen:

Buffy

Deal with that outfit for a moment.

Giles

It’s dated?

Buffy

It’s carbon-dated.

Dieses Zitat zeigt eine große Qualität, die so leicht nicht veraltet: Die Dialoge sprühen vor Witz. Das lässt mich allen Staub, der auf der Serie liegt, locker vergessen. Ich will endlich mitreden können, also gebe ich mir die volle Ladung Buffy.