Nostromo: Ersatz für Schäbiges

Mit Nostromo Your Personal Notes‘ Navigator ist es so eine Sache. Es kommt stark darauf an, in welchen Umfeld die App agieren soll. Kommt Nostromo in ein vergleichbar nacktes iOS, hat es einen großen Vorteil gegenüber den nativen Apps. Der Vorteil ist, Teile der Foto- und Notiz-App zu vereinen, die dann um eine Skizzenfunktion erweitert werden. Zusammengeschnürt wird das kleine Paket mit einer einfachen Dateiverwaltung. Nostromo ist also gewissermaßen ein Symbiont einiger betriebssystemeigener Bestandteile. Auch optisch ist Nostromo den biederen Apps von iOS überlegen, was allerdings auch keine große Herausforderung war.

Aber schon bei etwas ausgefeilteren Workflows fällt es schwer, Nostromo sinnvoll zu integrieren. Die Fotoverwaltung macht eben genau das, und nur das. Fotos aufnehmen und ordentlich ablegen. Bei den Notizen sieht es ähnlich karg aus. Für eine ordentliche Verarbeitung ist zu wenig Platz und Funktionsumfang drin. Es reicht für flüchtige Notizen, alles, was darüber hinaus ginge, wird aber extrem mühselig. Obendrein ist in der Navigation oft ein Vorgang oder Arbeitsschritt zuviel dabei. Nostromo zu bedienen fühlt sich nicht intuitiv genug an.

Nostromo ist also eine aufgemotzte digitale Kladde. Die Funktionalität der Apple-eigenen Programme lässt Nostromo mit Leichtigkeit hinter sich, hat aber kaum Chance, auch nur einen Blick auf die Spitze erhaschen zu können. Weniger ist nicht immer mehr.

Bilder: iTunes

Pocket Lists: To-Do-App kostenlos

Gerade gesehen, die doch recht beliebte To-Do-App Pocket Lists liegt kostenlos im App Store. Das kann ja mal angeguckt werden.

Die ersten Schritte in der App zeigen, dass alles vorhanden ist: Hierarchische Aufgabenverwaltung, Synchronisierung, Aufgabenaustausch mit Anderen, Termine und Erinnerungen. Dennoch passt die App nicht gut in mein persönliches Konzept und sieht, auch wenn es im Zweifel nicht wirklich relevant sein sollte, nach sehr alter UI aus.

Task – Etwas mehr als ein Klon

Was ist mit Clear los, habe ich mein Theme umgestellt? Dieser erste Eindruck drängt sich bei dem Aufgabenplaner Task förmlich auf, denn die App muss in denselben Zaubertrank gefallen sein.

Was ist mit Clear los, habe ich mein Theme umgestellt? Dieser erste Eindruck drängt sich bei dem Aufgabenplaner Task förmlich auf, denn die App muss in denselben Zaubertrank gefallen sein.

Wie Task genutzt wird, ist letztlich für alle einfach, die Clear haben. Die App besteht im Kern aus einer endlosen Liste, in der alle Aufgaben und Termine chronologisch angeordnet sind, keine Unterlisten (bis auf eine, dazu komme ich später) oder Menüs, die Verwirrung stiften. Die Aufgaben im Strom der Zeitleiste sind dabei etwas mehr als die Listeneinträge in Clear, sie können mit Erinnerungen versehen und als wichtig markiert werden. Der Unterschied, der wesentliche zumindest, ist also die Kalender- und Erinnerungsfunktion.

Wenn man schon klont, dann wie bei Task mit sinnvollen Ergänzungen und ordentlicher Umsetzung. Wie Clear ist auch Task ein Vorbild an lupenreiner Benutzerführung. Lediglich die Liste für erledigte oder in der Vergangenheit liegende Termine wurde umständlich versteckt, das ist besonders irritierend, scheinen unerledigt verstrichene Aufgaben doch urplötzlich ins Nichts zu wandern, bevor sie in der ominösen, nicht auf Anhieb ersichtlichen Vergangenheitsliste einsehbar sind.

Anfangs dachte ich, mich zwischen beiden Apps entscheiden zu müssen, mittlerweile verwende ich sie ergänzend zueinander. Fraglich bleibt aber, ob sich Task bei mir dauerhaft als To-Do-Liste durchsetzen kann, ich vermisse die Möglichkeit zur Aufgabenwiederholung derzeit zu sehr. Andererseits ist die Anwendung so überzeugend einfach und elegant, ich möchte sie nicht leichtfertig abschreiben.

Turns – Rundenbasierte Aufgabenverwaltung

20121205-112452.jpgWer hat zuletzt den Müll runtergebracht? Habe ich die Fenster geputzt oder der Mitbewohner? Wer hat die letzte Runde ausgegeben? Sollten diese und ähnliche Fragen, wer was wann zuletzt erledigt hat, wichtig sein, geht es also um den WG-Frieden oder gerechte Lastenverteilung innerhalb einer Gruppe, die App Turns verspricht hier, nie wieder den Überblick zu verlieren.

Und nur für diesen eng umrissenen Zweck ist Turns gestrickt. Es gibt also eine zentrale Liste in der Hauptansicht, in der Aufgaben festgelegt werden können. Jeder Aufgabe lassen sich Gruppenmitglieder zuweisen, die sie der Reihe nach erledigen sollen.

Mehr ist Turns nicht, als eine nur für einen einzelnen Zweck entworfene Anwendung. Und als wäre das nicht schon ernüchternd genug, es gibt keine Möglichkeit, die Gruppe von einer Aufgabe zu informieren und auf dem Laufenden zu halten. Es gibt nur die auf dem iOS-Gerät lokal vorhandenen Daten. Gerade hierfür würde sich eine Synchronisierung oder Kommunikationsmöglichkeit anbieten, die quasi ein Miniatur-Social-Network für Erledigungen schafft. Aber genau das liefert die App nicht ab. Für die Aktualisierung muss jeder selbst sorgen, womit Turns zu einer glorifizierten Übersichtstafel wird, auf die noch nicht mal alle Gruppenmitglieder Zugriff haben. Jede simple webbasierte ToDo- oder Kalenderapp kann das besser. Oder ein simpler Wochenplan, im WG-Flur aufgehängt, der würde sinnvoller sein.

Clear: Listen ganz einfach

Seit einigen Tagen spiele ich mit Clear für iOS herum. Aus verschiedenen Gründen ist es eine Wohlfühl-App. Besonders die enorm schlichte UI, hinter der perfektes Handling steckt, beeindruckt mich. So sieht’s aus:

Eigentlich kann Clear nur eines, das aber richtig gut: Listen. Im Video ist eigentlich schon alles zu sehen. Mit intuitiven Touchgesten ist eine neue Liste angelegt. Füllt sich diese, ergibt sich aus einem graduellen Farbverlauf eine Anordnung nach Wichtigkeit. Erledigte Einträge werden schlicht weggewischt. An der gewünschten Stelle in der Liste können wir sie aufziehen, schon ist ein neuer Eintrag da. Clear fühlt sich, so bescheuert das klingt, einfach gut an.

Eine Auswahl an Themes steht bereit, von knallbunt bis elegant. Überraschenderweise ist die Gamification auch in diesen Bereich der Apps vorgedrungen. Zusätzliche Themes werden als Belohnung freigeschaltet. So etwa für die regelmäßige Benutzung der App oder auch dann, wenn andere Apps installiert sind.

Als Aufgabenplaner oder anständige ToDo-Verwaltung taugt Clear aber nicht, ist dafür auch nicht gedacht. Es ist ein Hochglanzergänzung zu umfassenderen Anwendungen. Doch bislang konnte ich nirgendwo schneller kurze Gedanken grob geordnet festhalten.

Orchestra – To-do-Listen

Der Entschluss ist gefasst, jahrelang war ich rememberthemilk treu. Es war einfach, übersichtlich und hatte einen enormen Nutzen für mich. Diese Zeit änderte sich jedoch mit meinem neuen Smartphone. So gut rememberthemilk auch ist, die App hat für mich keinerlei praktischen Nutzen, wenn ich nur ein Mal in vierundzwanzig Stunden die Daten vom Telefon mit den Servern synchronisieren kann – oder eben monatlich zahle. Meine Bereitschaft dazu hielt sich in Grenzen.

Eine Alternative musste her. Mit astrid bin ich lange Zeit gut gefahren. Störende Fehler und einige Tücken des Interfaces schob ich auf die Umgewöhnung. Unterm Strich habe ich den Umstieg nicht bereut. Ich brauche meine To-do-Listen, um meine tägliche Arbeit zu bewältigen. Astrid beschränkte mich nicht in der Aktualität meiner Daten, sodass es für mich die richtige Entscheidung war.

Nun aber nutzte ich es schon mehrere Monate und fühle mich noch immer nicht ganz wohl dabei, da kommt jetzt die Konkurrenz. Orchestra hatte ich schon auf dem Schirm, jedoch bot es damals noch nicht an, Aufgaben zu wiederholen. Das stoppte für mich jede weitere Überlegung. Mittlerweile hat orchestra nachgebessert und könnte astrid vom Thron stoßen.

Die mobile App und auch die Webanwendung sind bei beiden vergleichbar aufgebaut, ich muss mich also nicht schon wieder umgewöhnen. Im Detail ist orchestra derzeit bei mir vorne. Es verspricht nicht mehr als astrid, es macht es nur besser. Astrid häufte viele kleine Ärgernisse an. Es gab immer wieder Probleme mit Uhrzeiteneinstellungen. Nachjustieren half nicht, mal war ein Termin eigenmächtig um eine Stunde vorverlegt worden, mal – noch schlimmer – eine Stunde nach hinten gesetzt. Dadurch war nicht nur die Zuverlässigkeit flöten, auch die Erinnerungen selbst wurden lästig. Außerdem störte mich noch die Gestaltung der Webapp, die regelmäßig Hänger hatte. Wenn es mal lief, war die Verwaltung der Aufgaben aber weder in der mobilen noch in in der Webanwendung einfach gestaltet.

Diesen Fehler macht zwar auch orchestra, unterm Strich ist es aber aufgeräumter und besonders zuverlässiger. Diese beiden Punkte machen meinen dauerhaften Umstieg sehr wahrscheinlich.

Organisation mit Web-Apps: So sieht es aus

Der erste Teil war ja mehr eine Ankündigung. Mittlerweile konnte ich die häufigsten und wichtigsten Tools mal zusammenstellen. Es ist das erste Mal, dass ich mir dessen bewusst werde, was ich da womit mache. Für mich war das schon sehr erhellend. Weiterlesen

Organisation mit Web-Apps: Die Cloud, dein Freund

Wie organisiere ich mich eigentlich? Mir ist es bisher nicht bewusst aufgefallen, doch ist klar, dass ich täglich eine Menge an Daten für unterschiedliche Zwecke jongliere: Bloggen, Studium, Arbeit und das Bloggen. Es ist eigentlich verwunderlich, wie das überhaupt zu bewerkstelligen ist. Um mir selbst einmal bewusst zu machen, wie viel ich tatsächlich bearbeite, will ich das hier einmal – halbwegs ordentlich – darstellen.

Ohne moderne Technik wäre es schlicht nicht möglich, diese Menge zu verarbeiten, ohne mich gehetzt oder gestresst zu fühlen. Wichtigstes Glied in der Kette ist mit Sicherheit das Internet – auf allen verfügbaren Geräten. Nahezu alle Apps, die ich verwende, beruhen auf oder sind Netzanwendungen. Die Cloud ist also mein bester Freund, wenn es um die Organisation geht. Weiterlesen