Wing Commander Saga: The Darkest Dawn (PC, 2012)

Die reizvolle Leere des Raums lockte viele vor den Rechner. Bis Ende der 1990er war dies kein Problem, die Weltraumkampfsimulation war nicht das prägende der aufstrebenden Genres, doch brachte es viele Meilensteine hervor. Unter diesen gehört neben den Star-Wars-Ablegern von LucasArts vor allem Wing Commander zu den größten Erfolgen. Unter der Führung von Chris Roberts, dem Macher der Serie, entstand ein eigenes Universum. Roberts gab sich nie zufrieden, er trieb die Serie weiter vor sich her. Sequels, Spinoffs, Bücher und auch ein verrufener Film wurden mit für die Spielebranche bis dahin nicht dagewesenem Aufwand auf den Markt geworfen. In den Filmsequenzen der Spiele mussten Darsteller aus großen Hollywood-Blockbustern ihre Köpfe herhalten, die Geschichte verflachte allerrdings hinter dem Pomp. Die Serie brannte mit jedem Teil weiter aus. Was nach den Gesetzmäßigkeiten des Marktes nicht weiter verwunderlich ist, wenn Masse über Klasse gestellt wird. Die große, polierte Oberfläche nahm immer mehr Raum ein, die Spiele wurden flacher, die Story abstruser. Dennoch hat sie auch heute noch viele, mich eingeschlossen, Bewunderer, die mit nostalgischem Blick besonders auf die Anfänge zurückblicken. Hin und wieder spukte mir durch den Kopf, wieder einen der ersten Teile auszugraben. Da kam mir der Start des Fangames Wing Commander Saga gerade recht.

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