Linkgebliebenes 21

Solche Projekte beschämen mich, vor lauter Scham sollte ich dann solche Projekte nicht.

Ein weiteres Update zu der zweifelhaften Professionalisierung von Crowdfunding. Erst wenn es Crowdinvestments gibt, dürfte es gerechter zugehen.

Braucht es eine Entwicklung von der klassischen Open-Source-Lizenz zur No-License-License, also endgültiger Freiheit? Gute Gründe, aber Jurist werden dies schon zu verhindern wissen.

Sollte ich das auch hier auf kultprok einführen, Filme nach der Anzahl der von mir gewünschten Wiederholungen zu bewerten? Eine kindliche Idee, und deshalb gar nicht mal so schlecht. Ist streng subjektiv, also zugänglicher.

Wochenlang lief ich auch mit Ideen dazu im Kopf rum, hatte aber noch keinen pietätvollen Zugang gefunden. Das kann ich mir jetzt sparen, denn das Outsourcing der Überwachung an Netzgemeinschaften könnte ich nicht kürzer und treffender zusammenfassen.

Als wäre es nicht schon lange klar, dass jede Erziehung die Eltern vor den Kindern glorifiziert, kommen solch krankhafte Egoisten und Egoistinnen hervor. Den Schaden, den diese elitären Despoten ihrer Familien hinterlassen, räumen die aber nicht mehr auf.

Als wäre der Serienpilot auch nur ansatzweise gut genug gewesen.

Wissenschaft ist von Menschen gemacht, sie ist damit auch nicht vor sozialer Selektion gefeit und schon gar nicht frei von ethischer oder politischer Verantwortung. Gleichwohl der Artikel etwas reißerisch aufmacht, ist im Kern Obrigkeitshörigkeit auch in der Wissenschaft und Forschung fehl am Platze.

Selbst wenn an den Vorwürfen der Unterschlagung und Täuschung etwas dran wäre. Wie selbstverliebt Spielekritiker Bullying betreiben, erzeugt einen enormen Brechreiz. Folgende Links führen zu einer selten brutalen Verunglimpfung, Verfolgung, Transphobie und Selbstherrlichkeit. Destructoid ist für mich erst einmal gestorben, wenn ihr

Ja, die Topographie des Hasses. Und eine Ergänzung.

Zombieland: Hilfe, meine Zombies spinnen

In den USA fordern neue Medienunternehmen die eingesessenen Produktionsfirmen und Fernsehsender mit eigenproduzierten Inhalten heraus. Netflix hat seinen Beitrag zum Niedergang des Videoverleihs über Ladengeschäfte geleistet, zunächst wurde auf Videoverleih im Versand, nun aber vermehrt im Streaming gesetzt. Allein, es reicht wohl nicht, vom Content anderer Unternehmen und deren Lizenzierungsdschungel abhängigzu sein. In der letzten Zeit schob der Dienst einige beachtliche Serien an. Kein Wunder, dass die Netzbestie Amazon ebenfalls versucht, Serien selbst zu schaffen. Über hauseigene Portale lanciert der nicht gerade sympathische Gigant einige Piloten. Das Publikum soll entscheiden, welche in Serie gehen sollen. Zombieland ist unter den Testballons derjenige mit eingebauter Aufmerksamkeit wegen der recht gelungenen Filmvorlage. Und Zombies gehen ja immer.

Der amüsante Film lebte von der hervorragenden Besetzung, sie hoben selbst platte Kalauer noch über die Schmerzgrenze. Zwar sind die USA voller talentierter, namenloser Schauspielerinnen und Schauspieler, aber die fade halbstündige Horror-Komödie kann auch von der passablen Zweitbesetzung nicht mehr erträglich gespielt werden. Diesem Zombieland steht die Leichenblässe mieser Produktionsbedingungen im Gesicht.

Zombies sind Zugpferde mit günstigen Haltungskosten, denn es braucht ja kaum mehr als leer gefegte Straßen, etwas Gekröse und Kunstblut, schon können unbeleckte Darstellerriegen durch die Zombiekalypse gescheucht werden, sofern sie glaubwürdig eine Waffe halten und Dialoge auswendig können. Für Amazon mag die Rechnung sogar aufgehen, erzählerisch ist Zombieland ein mauer Abklatsch seines filmischen Vorfahren. Es ist kein wandelnder Toter im Sinne etwa der Frühneunziger, als RTL, den unsäglichen Anlauf unternahm, die Drehbücher von Married with Children einzudeutschen und mit Ruhrpottbarock zu verramschen. Zombieland riecht nicht ganz so streng, RTL hat den kreativen Tod schon seit Jahrzehnten hinter sich, doch erinnert mich Zombieland in grottenschlechten Momenten an den Dilettantismus eines europäischen Medienunternehmens.